AKNE

Laut Dermatologen kann Akne jeden Menschen in jedem Lebensabschnitt treffen, also auch im Erwachsenenalter. Sie beginnt mit einer gesteigerten Talgproduktion und übermäßiger Verhornung im Haarfollikel; wenn sich in diesem Milieu dann ein bestimmtes Bakterium vermehrt, entstehen aus Mitessern entzündliche Pusteln. Die Stoffwechselprodukte des Bakteriums (Propionibacterium acnes) rufen die Entzündung hervor. Fachärzten zufolge spielen beim Auslösen der Akne männliche Hormone, die Androgene, eine große Rolle. Diese gibt es bei beiden Geschlechtern. Auch Vererbung trägt zur Bildung von Akne bei; die Gene entscheiden über die Größe und Aktivität unserer Talgdrüsen. Ernährung und Lebensweise beeinflussen ebenfalls das Pickelwachstum. Laut Fachleuten können beim einen Leberwurst und Schmalz, beim anderen Eigelb und Schokolade die Probleme auslösen. Neueste Forschungsergebnisse weisen erstaunlicherweise daraufhin, daß gerade die fettarme Variante der Milch Akne fördert. Negativ sind ebenso Bewegungsmangel, Stress, Rauchen und Übergewicht. In den meisten Fällen hat Akne hingegen nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, im Gegenteil ist häufig zu viel Pflege und damit zu starke Entfettung der Haut eine Ursache. Empfehlenswert ist die Reinigung mit einer seifenfreien Waschlotion mit einem pH-Wert zwischen 4 und 6. Zur Behandlung der Akne sind Stifte, mit denen Mitesser oder bereits entzündete Aknepickel betupft werden, ratsam. Deren Wirkstoffe trocknen die befallene Hautpartie aus und bekämpfen die Bakterien. Zudem dienen viele dieser Produkte als Abdeckstifte. Das “ Ausdrücken “ der Pickel sollte unbedingt unterlassen werden, denn dadurch kann es zu großflächigeren Infektionen, Abzessen und Narbenbildung kommen. In schweren Fällen raten Dermatologen zu einer Kombinationstherapie für die äußerliche Anwendung; verschreibungspflichtige Mittel mit der Vitamin-A-Säure Isotretinoin können die Talgquellen auf Dauer beseitigen, sind jedoch wegen eventueller Nebenwirkungen nicht unproblematisch. Bei Frauen im gebärfähigen Alter dürfen sie nur unter strengsten Auflagen verordnet werden!

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