Beißende Probleme – Kiefergelenk

Ist das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer gestört, kann sich das mit Knirschen oder einem Knacken, manchmal jedoch auch mit starken Schmerzen bemerkbar machen. Zuweilen lässt sich auch der Mund kaum noch öffnen. Dieses kann vielfältige Ursachen haben.
Oft löst Pressen oder Zähneknirschen die Beschwerden aus; manchmal verlagert sich der sogenannte Diskus (Puffer zwischen den Gelenkanteilen) oder am Gelenkköpfchen tritt eine Arthrose auf. In früheren Zeiten löste man diese Probleme oft operativ, heute ist man damit deutlich zurückhaltender und die OP ist nur noch in Einzelfällen notwendig. Das Kiefergelenk ist sehr anpassungsfähig und eine geduldige konservative Therapie führt meistens auch zum Erfolg.
So kann der Zahnarzt eine Aufbissschiene anpassen, die beim nächtlichen Tragen den Druck auf die beiden Zahnreihen nimmt und somit zur notwendigen Entspannung der Muskulatur und der Entlastung der Kiefergelenke führt. Das „Zähnezusammenbeißen und Knirschen“ drückt eine mangelnde Stressverarbeitung aus, und so können auch Verfahren wie Yoga oder progressive Muskelentspannung helfen.
Wenn mit zunehmendem Alter eine Arthrose das Kiefergelenk abflacht und somit Beschwerden auslöst, ist auch hier Geduld eine Lösungsmöglichkeit. Der Umbau des Gelenkes dauert ca. 12-16 Monate und kann in dieser Zeit mit einer Schiene, Krankengymnastik und Schonung unterstützt werden. Danach lassen die Beschwerden in der Regel nach.
Ein positiver Effekt erfolgreicher Therapie: Häufig lockert sich auch ein verspannter Nacken.

Kommentieren