Erste Hilfe – Herzinfarkt –

Unmittelbar nach einer Attacke drängt die Zeit; Helfer sollten mögliche Symptome kennen und schnellstmöglich den Rettungsdienst rufen: der sicherste Weg zur schnellsten und besten Behandlung! Ein plötzlich auftretender vernichtender Schmerz im Brustraum, starke Übelkeit, in die Schulter und Arm ausstrahlende Schmerzen oder ein Brennen im Brustkorb: all das können Hinweise auf einen möglichen Herzinfarkt sein. Kardiologen raten, lieber einmal zuviel als einmal zuwenig den Notarzt zu rufen, denn „Zeit bedeutet Herzmuskel“. Denn wenn eine Arterie am Herzmuskel verstopft ist und die dahinterliegenden Bereiche nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt sind, beginnt der Herzmuskel nach 30 Minuten allmählich abzusterben. Der Infarktschmerz tritt meist im Ruhezustand auf; verdächtig können Rückenschmerzen, die oft auch in Arme, Rücken, Kiefer und Bauch ausstrahlen und mit Schweißausbrüchen und Angstgefühlen über mehr als 5 Minuten einhergehen können,sein. Häufig ereignen sich Herzinfarkte in den frühen Morgenstunden. Dann sofort den Notarzt verständigen! Nicht den Hausarzt aufsuchen oder mit Angehörigen in die Klinik fahren! Der Notarzt erstellt sofort ein EKG und der Patient kann sofort in eine spezielle Brustschmerzeinheit verbracht werden. Dort können die spezialisierten Kardiologen umgehend das geschlossene Gefäß wieder öffnen. Je schneller dies geschieht, desto geringer die Schäden am Herzmuskel und desto höher die Überlebenschancen. Gerade am Wochenende haben viele Helfer Hemmungen, rechtzeitig den Notdienst aus falscher Rücksichtnahme zu informieren und oft vergehen Stunden oder auch Tage, bis eine Behandlung erfolgt und die Folgeschäden umso größer werden. Auch verstreicht oft die Zeit zwischen Notruf und dem Eintreffen des Rettungsdienstes ungenutzt; ist der Patient bei Bewußtsein, muss das geschwächte Herz entlastet werden.: Oberkörper hochlagern, den Kranken beruhigen und enge Kleidung öffnen und die Atmung überwachen. Ist ein Herzstillstand vorhanden, zählt jede weitere Minute; schon nach wenigen Minuten kann das Gehirn durch den Sauerstoffmangel bleibende Schäden erleiden! Deshalb dann eine sofortige Herzdruckmassage einleiten ( vielleicht nocheinmal einen Erste-Hilfe-Kurs mitmachen? ) und diese bis zum Eintreffen des Notarztes auf möglichst festem Untergrund in hoher Frequenz durchführen. Viele haben Angst vor Fehlern, jedoch ist eine gebrochene Rippe besser als ein verlorenes Leben.

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