Fieber – Hitziger Abwehrkampf

Fieber ist keine Krankheit, sondern die Antwort des Körpers auf eine solche. Er kämpft gegen Eindringlinge, und der schnelle Gebrauch von Fiebersenkern kann eine Erkrankung erst begünstigen.
Droht z.B. in der Winterzeit eine Erkältung, reagiert der Organismus mit Fieber als natürlichem Abwehrmachanismus. Bei Kontakt mit den auslösenden Bakterien oder Viren werden sogenannte Pyrogene ausgeschüttet. Der Hypothalamus, die Schaltzentrale unseres Immunsystems, reagiert dann auf diese Pyrogene mit einer Erhöhung des Sollwerts für die Körpertemperatur. Von normal etwa 36,8 °C heizt sich der Körper dann auf bis zu 41°C auf: durch das Zittern beim Schüttelfrost, Drosseln der Wärmeabgabe, Einstellen des Schwitzens und Hochfahren des gesamten Stoffwechsels. Das Immunsystem ist dann aktiviert und hat eine Abwehr gegenüber vielen Erregern; für nicht durch andere Krankheiten geschwächte Fiebernde ist also Fieber bis 39° C durchaus sinnvoll.
Der Hypothalamus selbst sorgt dann meist dafür, dass das Fieber nicht allzu hoch wird, indem er die Schweißproduktion wieder anwirft und die Wärmeabgabe durch Weitstellung der äußeren Blutgefäße erleichtert. Es ist daher sehr wichtig, viel zu trinken um dem Flüssigkeitsverlust vorzubeugen. Kühle Tücher auf Stirn und Nacken verschaffen Linderung und wenn das Fieber allzu belastend wird, raten Ärzte auch zur Einnahme von fiebersenkenden Medikamenten. Auch Hausmittel wie lauwarme Wadenwickel können das Fieber moderat senken.
Da Fieber nur das Symptom ist, sollte die tatsächliche Ursache bekämpft werden. Bei sehr hohem Fieber über 39° C, sehr schnellem Puls, starker allgemeiner Schwäche oder wenn das Fieber nicht innerhalb von 2-3 Tagen verschwindet, sollte auf jeden Fall ein Arzt hinzugezogen werden. Das gilt auch für auftretendes Fieber nach Aufenthalt in den Tropen oder im Krankenhaus.
Betroffene mit mehr als 38° C Temperatur gehören ins Bett. Körperliche Anstrengung kann dann auch eine im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Herzmuskelentzündung auslösen.

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