Fortsetzung des Pflegeförderprogramms

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen (BALK) und der Verband der Pflegedirektoren der Uni-kliniken (vpu) haben eine Verlängerung des staatlichen Förderprogramms Pflege um zwei weitere Jahre gefordert. Alleine 2009 seien 5480 neue Stellen über das Programm finanziert worden, insgesamt habe der Stellenabbau in den deutschen Krankenhäusern gestoppt werden können. Allerdings hätten laut einer Befragung rund 20 Prozent der Kliniken in den ersten beiden Jahren das Programm gar nicht und zwischen zehn und neunzehn Prozent nur teilweise nutzen können. Als Gründe für die Nichtinanspruchnahme seien geplanter Stellenabbau, Planungsunsicherheit und Fachkräftemangel genannt worden. Dabei habe sich die Zahl der Häuser, die nicht genügend qualifizierte Kräfte gewinnen konnten, im vergangenen Jahr verdoppelt und insbesondere Häuser in Ballungsgebieten mit mehr als 800 Betten betroffen.

Die Vorsitzende des vpu, Irene Maier, sprach sich dafür aus, die Fortsetzung des Förderprogramms an die zweckgebundene Verwendung der Mittel zu knüpfen. Insbesondere Häusern, die nicht genügend Fachkräfte gewinnen könnten, müsse es ermöglicht werden, Maßnahmen zur Entlastung der Pflege auf diese Weise zu finanzieren. BALK-Chef Peter Bechtel forderte indes mehr Planungssicherheit für die Kliniken. Es werde noch dauern, bis eine Regelung innerhalb des DRG-Systems erreicht werden könne, und der Pflegekomplexmaßnahmen-Score könne zurzeit nur einen kleinen Teil des Leistungsgeschehens abbilden. Für die Verteilung der Mittel aus dem Förderprogramm sei dieser Weg allein also nicht ausreichend.

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