Handystrahlung

Möglicherweise reagieren Kinder und Jugendliche empfindlicher auf die Mikrowellenstrahlung von Handys als als Erwachsene. Dennoch ist bisher nicht gezielt nach Zusammenhängen zwischen Handynutzung und dem Auftreten von Hirntumoren geforscht worden. Nun liefert eine multizentrische Fall-Kontroll-Studie erste Antworten. In der Studie wurden Daten von 352 Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 19 Jahren erhoben, bei denen zwischen 2004 und 2008 ein Hirntumor diagnostiziert wurde. Diese Daten wurden mit denen von 646 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Nach Analyse der erhobenen Daten haben die jungen Handynutzer kein erhöhtes Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken. Das Risiko ist auch fünf Jahre nach der ersten Handynutzung nicht erhöht. Auch treten Tumoren nicht häufiger in den Hirnregionen auf, die während eines Telefonats am stärksten durch das Handy bestrahlt werden. Einzig in einer Untergruppe von Studienteilnehmern, bei denen von den Mobilfunkbetreibern aufgezeichnete Daten zu ihrem Handygebrauch zur Verfügung standen, wurden vereinzelte Zusammenhänge beobachtet. Insgesamt läßt das Muster der Resultate jedoch nicht auf einen ursächlichen Zusammenhang mit der Handystrahlung schließen. Die Resultate sind beruhigend, angesichts der weltweit intensiven Handynutzung durch Kinder und Jugendliche. Weil die Handynutzung bei Kindern und Jugendlichen weltweit sehr verbreitet ist, wird selbst ein kleines Risiko zu einer beträchtlichen Zahl zusätzlichen Erkrankungen führen.

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