Hauptsache beweglich bleiben!

Die Idee ist aus Schweden und auch noch gar nicht so alt: 1990 wurden in Deutschland schon die ersten Rollatoren verkauft. Damals dachten alle: Die wird doch kein Mensch benutzen – aber weit gefehlt!! Heute sind die Rollatoren aus dem Straßenbild gar nicht mehr wegzudenken. Rollatoren geben Halt und stützen und sind dabei trotzdem hoch beweglich. Gehbehinderte haben so die Möglichkeit deutlich mobiler zu sein, die Rollatoren geben Sicherheit im Alltag und führen zu mehr Selbständigkeit für gehbehinderte Menschen. Zur Ausstattung gehören grundsätzlich stabile Alurahmen, Vollgummiräder, ergonomisch geformte Handgriffe, beidseitig Handbremsen und Feststellbremsen. Alle Ausführungen sind faltbar und mit Faltsperre versehen. Selbstverständlich gehören mittlerweile auch Zubehör zur Ausstattung wie Körbe, Taschen, Rückenlehnen, Stockhalter, Tabletts, Isolierkissen, Regen-/Sonnenschirmhalter usw. Mittlerweile ist die Entwicklung auch soweit, dass es spezielle Modelle gibt: Extra schmal für den Innenbereich, robust für Spaziergänge im Gelände und leicht klappbar für die Mitnahme im Auto. Dementsprechend variieren auch die Preise zwischen 50 und 400 Euro und das Gewicht eines Rollators. Selbst die Belastbarkeit kann zwischen 180 Kilogramm bis zu 400 Kilogramm variieren. Beim Kauf sollte der voraussichtliche Nutzer unbedingt „Probe fahren“ und einige Modelle testen. Weil Rollstühle und Rollatoren Hilfsmittel sind, die eine Behinderung ausgleichen oder den Erfolg einer Krankheitsbehandlung sichern, können sie vom Arzt verordnet werden. Dann bezahlen die Krankenkassen – bis auf eine Zuzahlung von zehn Euro – über eine regional unterschiedliche Fallpauschale aber nur solche Geräte, die im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sind. Dabei handelt es sich um einfache Modelle, die medizinische Vorgaben erfüllen sollen, auf Bedienkomfort oder Optik kommt es nicht an. Tipp: Die Kassen halten für bestimmte Krankheitsbilder auch Sondermodelle bereit, die sich leichter handhaben lassen. Wer mit der Bedienung seines Rollators nicht zurechtkommt, sollte mit Arzt und Kasse die Wahl eines praktikableren Modells abklären.

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