Hyperventilation

Hyperventilation ist eine gesteigerte Atmung über den Bedarf hinaus, verbunden mit dem Auftreten von charakteristischen Symptomen. Bei einer Hyperventilation kommt es zu einer vermehrten Abatmung von kohlendioxid, wodurch der Blut-ph-Wert sich in Basische verschiebt. Dadurch hemen Kalzium-Ionen im Blut ab, so dass die Krampfbereitschaft erhöht wird.

Symptome:

  • Subjektiv empfundene Atemnot mit gesteigerter Atemfrequenz und Tiefe
  • Angst
  • Kribbeln um den Mund, Karpfenmund
  • Kribbeln der Hände und Füße
  • Krämpfe der Handmuskulatur mit gekrümmtem Handgelenk
  • Subjektives Lähmungsgefühl des Körpers

 

Ursache:

  • Hyperventilation ist meist psychogener Natur und wird hervorgerufen durch Angst-, Stress- und Erregunszustände oder bei starken Schmerzen. Am häufigsten sind junge Frauen betroffen
  • Bei Hirnerkrankungen oder Vergiftungen kann es zu einer Hyperventilation kommen, die ohne Krämpfe einhergeht und die von Atempausen unterbrochen wird
  • Hyperventilation ist bei Fieber, in großen Höhen und bei Lungen- oder Herzerkrankungen physiologisch

 

Maßnahmen:

  • Am Wichtigsten ist es, den Patienten zu beruhigen
  • Versichern, dass keine Gefahr besteht, obwohl die Situation als bedrohlich wahrgenommen wird
  • Langsames Ein- und Ausatmen hilft
  • Selbst Ruhe ausstrahlen, je ruhiger die Pflegekraft ist, desto leichter lässt sich der Patient beruhigen
  • Mit dem Patienten zusammen langsam atmen
  • Evtl. den Patienten in Plastiktüte atmen lassen. Auch hierbei ist es wichtig, beruhigend auf den Patienten einzureden

Sollten diese Versuche fehlschlagen, ist auf jeden Fall der Hausarzt zu verständigen, der die Tetanie medikamentös unterbrechen kann.

 

Prävention:

  • Evtl. angstauslösende Situationen schon von Beginn an entschärfen
  • Schmerzhafte Vorgänge ankündigen
  • Bei wiederholten Hyperventilationen evtl. psychologische Hilfe anregen

Kommentieren