Narkolepsie – Schlagartig müde –

Patienten mit dieser Erkrankung sacken oft schlagartig völlig entkräftigt zusammen…..diesen plötzlichen Verlust der Muskelspannung bezeichnen Mediziner als Kataplexie. Die Patienten sind bei Bewußtsein, können sich aber zunächst nicht selbst aufrichten. Es ist ein Symptom der Narkolepsie und tritt oft verbunden mit starken Emotionen wie Ärger, Freude oder Trauer auf. Oft können die Patienten dann ein paar Sekunden bis zu zwei Minuten lang nicht sprechen und sich nicht bewegen. Laut Medizinern haben Narkoleptiker ein gestörtes Schlaf-wach-Verhalten. Tagsüber schlafen sie mehrmals ein, nachts können sie nicht durchschlafen. Oft vergehen von den ersten Symptomen bis zur Diagnose viele Monate oder auch Jahre, denn diese Erkrankung beginnt schleichend. Nur 50 von 100000 Menschen sind Narkoleptiker; auch die Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Lediglich bei den Formen mit Kataplexien gibt es den Anhaltspunkt, daß es sich um eine Autoimmunerkrankung handeln könnte, bei der im Gehirn diejenigen Zellen zerstört werden, die den Botenstoff Hypocretin bilden. Auslöser dafür könnten Infektionen mit Streptokokken sein. Bei Verdacht auf Narkolepsie besteht die wichtigste Untersuchung darin, daß sich der Betroffene fünfmal am Tag ins Bett legt und versuchen soll einzuschlafen. Narkolepsiepatienten fallen dabei mindestens zweimal in den REM-Schlaf; meist dauert es weniger als fünf Minuten bis zum Einschlafen. Ebenso wird der nächtliche Schlaf beobachtet. Zusätzlich ist eine Untersuchung des Nervenwassers zur Feststellung von fehlendem Hypocretin sinnvoll. Medikamente können die Symptome lindern; Wachmacher wie Modafinil oder Methylphenidat verringern die Tagesschläfrigkeit deutlich. Trotz guter medikamentöser Einstellung hören die Symptome nicht ganz auf; gegen die Kataplexien wirken Antidepressiva wie Clomipramin. Durch die Erkrankung haben viele Patienten Probleme am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft, die Konzentrationsfähigkeit ist durch die Müdigkeit ebenfalls verringert. Sie sind auf Verständnis angewiesen und können bei Einhaltung notwendiger Schlafpausen durchaus leistungsfähig sein. Autofahren sollte ebenfalls überdacht werden…wenn man bei der Teilnahme an größeren Feierlichkeiten nicht immer in Erklärungsnot geraten möchte, sind Treffen im kleineren Freundes-oder Familienkreis vielleicht einfacher, wo man Verständnis hat, wenn derjenige sich für ein „Nickerchen“ zurückzieht.

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