Medikamente können die Sehkraft beeinträchtigen

Viele Medikamente verursachen unerwünschte Nebenwirkungen am Auge, wie z.B. an Bindehaut, Kammerwasser, Hornhaut, Sehnerv, Linse und Netzhaut. Ein Blick auf die eingenommenen Medikamente lohnt sich, wenn die Augen sich plötzlich trocken anfühlen, brennen oder unscharf sehen.

Die häufigste Beeinträchtigung der Augen ist durch die Einnahme von Kortisonpräparaten, lokal oder systemisch, bedingt. Augenärzte warnen, dass der Augeninnendruck nach Kortikoidgaben stark ansteigen kann und es dadurch zu irreversiblen Schädigungen des Sehnervs und somit auch zum Verlust des Augenlichts kommen kann. Auch Linsentrübungen sind möglich. Patienten, die regelmäßig Kortkoide einnehmen, sollten die Augen zwei Wochen nach Therapiebeginn und danach alle drei Monate untersuchen lassen.

Auch die Einnahme verschiedener anderer Medikamente, z.B. Amiodaron gegen Herzrhythmusstörungen, Tamoxifen gegen Brustkrebs, Insulin, verschiedene Antibiotika oder auch Antidepressiva kann diverse Schädigungen der Augen verursachen. Trockene Augen sind ebenfalls ein häufiges Problem; z.B. bei unkontrollierten  Selbstbehandlungen mit rezeptfreien Augentropfen bei Bindehautreizungen.  Zudem ist möglichst auf Präparate ohne Konservierungsmittel zu achten, um zusätzliche allergische Reaktionen zu vermeiden.

Einige Symptome können sich nach Absetzen der Medikamente im Laufe verschieden langer Zeiträume wieder zurückbilden. Bei auftretenden Nebenwirkungen am Auge sollte ein Arzt konsultiert werden, der dann über ein mögliches Absetzen entscheidet.

 

Kommentieren