Rheuma – Sanfte Hilfe für die Gelenke

Etwa jeder achte Bundesbürger ist wegen anhaltender Gelenkbeschwerden dauerhaft in ärztlicher Behandlung. Die Schmerzen in z.B. Hüften, Knien, Händen oder Schulter beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten erheblich und viele suchen daher nach Mitteln, die diese Beschwerden lindern können, wie zum Beispiel rezeptfreie Schmerzmittel, Wärmepackungen oder Bewegung. Rheumatologen warnen jedoch vor Eigenbehandlungen ohne gründliche Diagnostik, da es zu langfristigen Bewegungseinschränkungen kommen kann. Entzündliches Rheuma kann sehr gut medikamentös beeinflußt werden; als Basistherapie gibt es z.B. Methotrexat oder Biologika wie TNF-Alphablocker, die die für die Entzündung verantwortliche Fehlaktivität des Immunsystems regulieren.
Die Arthrose ( Verschleiß der Knorpelschicht zwischen den Gelenken ) hingegen ist bisher nicht mit Medikamenten zu stoppen. Bei der fortgeschrittenen schweren Form, wo der Knorpel gänzlich abgenutzt ist und Knochen auf Knochen reibt, treten auch entzündliche Reizerscheinungen auf. Diese sind aber anders als beim entzündlichen Rheuma örtlich begrenzt. Bei Arthrose ist neben der Schmerzlinderung der gezielte Muskelaufbau sehr wichtig. Neben Training unter physiotherapeutischer Anleitung ist auch das Walken, Schwimmen, Wassergymnastik oder Radfahren gut. Diese körperlichen Aktivitäten, die Gelenke bewegen aber nicht belasten, sind für beide Erkrankungen gut.
Auch Qigong, ein sanftes Atem- und Bewegungstraining aus der traditionellen chinesischen Medizin, ist ideal. Es kann, je nach Beschwerden, im Stehen oder auch im Sitzen ausgeführt werden.
Für Phasen, in denen die Schmerzen unerträglich werden, können in Absprache mit dem Arzt nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac helfen, die jedoch auch starke Nebenwirkungen haben können. Bei gelegentlichen Gelenkschmerzen können Salben oder Gele für die örtliche Anwendung helfen. Sie enthalten synthetische Entzündungshemmer und geraten bei großzügigem Auftragen von der Haut in die Blutbahn und lindern lokale Beschwerden. Bewährt haben sich auch Mittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Arnika und Beinwell.

Kommentieren