Schlechte Noten für Ärztegesetz

Die Opposition hat den Referentenentwurf zum Versorgungsgesetz als unzureichend kritisiert: Dem Ziel, die medizinische Versorgung in unterversorgten Gebieten zu verbessern, werde der Entwurf nicht gerecht. Statt lediglich Ärzte zu zählen, müssten vernetzte Versorgungsstrukturen auf dem Land gefördert  und die Überversorgung in vielen Ballungsgebieten gestoppt werden. Dies erreicht man nur, wenn man die Arbeitsbedingungen auf dem Land attraktiver gestaltet. Die CDU verteidigte den Gesetzentwurf: Man sei sich der Überversorgung in Ballungsgebieten durchaus bewußt, „Schnellschüsse“ seien aber nicht zielführend. Ein FDP-Politiker betonte ausserdem, dass „Mitversorger-Effekte“ der Ärzte in Städten zu berücksichtigen seien. Diese behandelten auch Patienten aus ländlichen Gebieten und das könne man nicht einfach mit Abschlägen bestrafen.

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