Tiergestützte Therapie – Animateure auf vier Pfoten

In zahlreichen deutschen Krankenhäusern unterstützen bereits Hunde, Katzen und andere Tiere die Behandlung der Patienten. Vor allem in der neurologischen Frührehabilitation ( z.B. nach Schlaganfällen ) profitieren Patienten bereits von dieser Therapieform. Unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften im Krankenhaus fordert die spielerische Wechselbeziehung mit z.B. Therapiehunden das Reaktionsvermögen und regt Menschen mit Sprachstörungen an, sich verbal zu äußern. Den Therapiehund zu streicheln verbessert die Bewegungskoordination, Aufmerksamkeit und taktile Sensibilität.
Eine wichtige Voraussetzung für die tiergestützte Therapie ist, daß die Patienten keine Angst vor Tieren haben. Ebenso sind Menschen mit aggressiven Wesenszügen oder schlechter Motorik für diese Behandlungsform nicht geeignet, da die Gefahr von Bissen zu groß wäre.
Patienten mit Immunschwäche oder offenen Wunden sind ebenfalls nicht geeignet.
Studien belegen, daß die therapeutische Wirkung durch eine emotional wohltuende Beziehung zu dem Tier entsteht und die Patienten ruhiger gestimmt werden. Die Anwesenheit der Tiere senkt den Blutdruck, die Herzfrequenz und den Hautwiderstand. Die Patienten entspannen, stabilisieren sich gefühlsmäßig und ihr Selbstwertgefühl erhöht sich durch die bedingungslose Annahme durch die Tiere.
Noch werden in Deutschland die Tiere vor allem in psychiatrischen Einrichtungen eingesetzt; durch Abbau von noch bestehenden Vorbehalten wäre der durchaus gewünschte Einsatz in anderen Fachbereichen wie Kinder- und Jugendmedizin, Chirurgie oder Onkologie durchaus sinnvoll.

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