Widerstandsfähige Viren

Beschäftigte im Gesundheitswesen sind im täglichen Kontakt mit Patienten einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Dabei kann beispielsweise eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) unbemerkt zu einer chronischen Leberinfektion führen, mit der das Leberkrebsrisiko steigt. Meist gelangt das Virus durch einen Nadelstich oder über Blut-Blut-Kontakt in den Körper. Forscher stellten fest: Bei Raumtemperatur ist das Virus relativ stabil und kann sich drei Wochen lang in einer Flüssigkeit halten. Das spricht für strengste Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. Es ist davon auszugehen, dass letztlich jeder, der sich in der Entsorgungskette eine Nadelstichverletzung zuzieht, infektionsgefährdet ist. Für die Prävention bedeutet das, dass jede Nadelstichverletzung verhindert werden muss. Man rät zu einem umfassenden Sicherheitskonzept für den Umgang mit Kanülen, mit spitzen und scharfen Gegenständen, um das Infektionsrisiko mit blutübertragbaren Viruserkrankungen wie Hepatits B, C und D sowie HIV/Aids zu minimieren. Dazu gehört unter anderem, dass überall geeignete bruch- und durchstichsichere Abfallbehälter stehen, die vor der endgültigen Entsorgung sicher verschlossen werden. Außerdem gibt es sichere Produkte für Injektionen, Infusion und Blutabnahme, die bereits von der Konstruktion her dasisiko von Stichverletzungen verringern. Natürlich müssen auch die Arbeitsabläufe von der Benutzung bis zur Entsorgung entsprechend angepasst werden. Sollte es dennoch zu einer Stich- oder Schnittverletzung kommen, helfen Sofortmaßnahmen, das Infektionsrisiko herabzusetzen.

Passen Sie auf sich auf!

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