Palliative Care

Urlaub

Liebe Blogger,

ab heute bin ich bis zum 11.09.2011 in einem Kurzurlaub! Bitte verzeihen Sie die Stille in meinem Blog. Aber ab 12.09.2011 werde ich mich wieder ins Zeug legen und den Blog wieder täglich mit Informationen füttern!

Passen Sie auf sich auf!

Schmerztherapie

Anfang September erscheint die dritte Ausgabe von “Die Schmerztherapie”, das offizielle Organ der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS). Schwerpunktthema: Gutachten von Patienten mit chronischen Schmerzen. Weitere Beiträge befassen sich mit Schmerzpflastern und möglichen Problemen bei Reisen in heiße Urlaubsländer oder in der Sauna. Auch der Akutschmerzdienst in den Kliniken wird besprochen. Da auch der ambulante spezialisierte Palliativdienst von einer patientenorientierten Analgesie profitiert, gibt es auch hierzu einen Beitrag: Das Palliativteam der Lünener Klinik gibt Tipps, wie die entsprechenden Geräte am besten angewandt werden und erläutert, welche Patienten und welche Substanzen sich dafür eignen.

Bezug über: DGS e.V., z.Hd. Frau Krauss, Adenauer Allee 18, 61440 Oberursel / 06171-286060

Ratgeber Schmerz

Schmerz ist eine komplexe Sinneswahrnehmung, die als akutes Geschehen den Charakter eines Warn- und Leitsignals besitzt. Der chronische Schmerz hat diese Eigenschaften als chronisches Schmerzsyndrom verloren und stellt heute ein eigen-ständiges, behandlungsbedürftiges Krankheitsbild dar. Schmerz ist immer subjektiv.

Stufenschema der WHO zur Schmerztherapie:

  • Stufe 1: Nicht morphinhaltige Schmerzmittel wie Acetysalicylsäure oder Paracetamol
  • Stufe 2: Nicht-Opioid-Analgetika plus schwache Opioide wie Codein, Tramal
  • Stufe 3: Nicht-Opioid-Analgetika plus starke Opioide wie Morphin, Fentanyl

 

Erkrankungen die u.a. Schmerzen verursachen können:

  • Entzündliche Gelenkerkrankungen
  • Tumorschmerzen
  • Chronische Rückenschmerzen
  • Nervenschmerzen
  • Migräne

 

Maßnahmen:

  • Intensive Abklärungen der Ursache(n)
  • Effektive Verordnung von Analgetika
  • Furcht vor Abhängigkeit und Sucht sowie Atemdepression abbauen
  • Dauerhafte, begleitende psychosoziale Betreuung

 

Den Schmerz einschätzen:

  • Wo tut es weh? Wie tut es weh? Wann tut es weh? Wie stark tut es weh? Was verstärkt, was lindert den Schmerz? Inwiefern beeinträchtigt der Schmerz mein Leben? Wie verträglich sind die Medikamente?

 

Dazu gehört:

  • Die aktuelle, systematische Schmerzeinschätzung mit Verlaufskontrolle und Dokumentation
  • Medikamentengabe bei angegebener Schmerzintensität von mehr als 3/10
  • Erfolgskontrolle bei Neueinstellung und Überprüfung der Medikation
  • Maßnahmen zur Prophylaxe und Behandlung von schmerzbedingten Nebenwirkungen
  • Nichtmedikamentöse Maßnahmen in Erwägung ziehen (Feldenkrais, Physiotherapie, Kälte- und Wärmeanwendung, Ablenkung durch berührende, klingende oder optische Reize, Entspannungstechniken usw.)

Neue Beratung und ums Haar für Krebspatientinnen

Eine Krebsbehandlung und die oft folgende Chemotherapie sind gerade für Frauen sehr belastend, weil ihnen die Haare ausgehen. Für Krebspatientinnen bietet Image Hair (Düsseldorf) jetzt eine spezielle auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Haar-Beratung an. Die Friseure sind Ansprechpartner für die Patientinnen vor dem Haarausfall, beraten sie bei der Wahl der passenden Perücke und begleiten sie auch in der Phase des nachwachsenden Haares. Die Mitarbeiter in dem Salon helfen auch bei Fragen zur Abrechnung mit der Krankenkasse nach dem Kauf einer Perücke. Die Friseure von Image Hair haben an der Schulung “Freude am Leben – Das Haarprogramm für Krebspatientinnen” der Stiftung Deutsche Knochenmark Spenderdatei (DKMS) Life Kooperation mit L´Oreal teilgenommen. Durch die Sonnenblumen-Aufkleber an der Salontür zeichnen sich Friseure als Partner der DKMS Life Stiftung aus.

Ambulanter Hospizdienst

Die Hospizbewegung wendet sich an schwerkranke und sterbende Menschen, ihre Angehörige und Freunde. Sie will durch ein Konzept der medizinischen, pflegerischen, psychosozialen und spirituellen Fürsorge die verbleibende Zeit gestalten helfen, damit Lebensqualität so lange wie möglich erhalten wird.

Ein Ambulanter Hospizdienst will

  • dazu beitragen, dass Schwerkranke auch ihre letzte Lebensphase zu Hause verbringen können
  • allen diese Hilfe anbieten, die sie brauchen – unabhängig von der Religionszugehörigkeit, Weltanschauung und Nationalität
  • Erkrankte und die Menschen in ihrer Umgebung in ihren Alltagsproblemen entlasten
  • über die Möglichkeiten der Schmerztherapie und die weiteren Hilfen informieren
  • als Ansprechpartner auch über den Tod hinaus zur Verfügung stehen

Er ist für Sie da, wenn

  • Sie lebensbedrohlich erkrankt sind und sich jemanden an Ihrer Seite wünschen, der Sie unterstützt
  • Sie Angehörige, Freund oder Nachbar eines lebensbegrenzend erkrankten Menschen sind und Hilfe und Unterstützung auch für sich selbst suchen
  • Sie um einen Menschen trauern

Das Angebot für Sie: Die ausgebildeten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter

  • beraten, begleiten und unterstützen Sie und Ihre Angehörigen zu Hause, in Ihrem Alltag, ausgerichtet an Ihren persönlichen Bedürfnissn
  • stehen als Gesprächspartner Ihnen, Ihren Angehörigen und Freunden zur Seite
  • arbeiten eng mit einem Palliativmediziner und einem Palliativ-Pflegedienst zusammen
  • koordinieren und stärken die Zusammenarbeit von Patient und Angehörigen, Ärzten, Pflege- und Sozialdiensten – wenn Sie das wünschen
  • vermitteln auf Wunsch Kontakte zur Seelsorge

Die Einsätze sind für die Betroffenen kostenfrei!

 

Wenn Sie mehr wissen möchten, sprechen Sie den Krankenpflegedienst Albatros an oder wenden Sie sich direkt an einen ambulanten Hospizdienst (z.B. Düsseldorf 0211-615278 oder in Ihrer direkten Nähe).