Urinausscheidung

Urin oder Harn wird in den Nieren gebildet und durch die ableitenden Harnwege ausgeschieden. Unter Urinausscheidung versteht man die willkürliche, schmerzlose Blasenentleerung oder Miktion.

Physiologisch:

  • Urinmenge in 24 Stunden 1,5-2 Liter
  • Menge pro Miktion 200-400ml
  • PH-Wert ca. 5-6
  • Farbe hell- bis dunkelgelb
  • Geruch keiner
  • Klare Beschaffenheit, keine Beimengungen

Ziel:

  • Ausreichende Urinausscheidung
  • Vermeidung von Harnwegsinfekten

Pathologie: Bestimmte Veränderungen des Aussehens, des Geruchs, der Farbe und der Menge des ausgeschiedenen Urins geben einen Hinweis auf pathologische Veränderungen.

  • Stark konzentrierter Urin, riecht streng: Hinweis auf mangelnde Flüssigkeitszufuhr
  • Übelriechender Urin: Hinweis auf bakterielle Infektion der Harnwege
  • Rötlicher Urin: Hinweis auf Blutbeimengungen
  • Schlieriger Urin mit Flockenbildung: Hinweis auf eitrig-entzündliche Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane
  • Brennen beim Wasserlassen: Hinweis auf Zystitis
  • Bei Verdacht auf Zystitis: Urinprobe
  • Bei starkem Missverhältnis zwischen Einfuhr und Ausfuhr nach Rücksprache mit dem Hausarzt evtl. Flüssigkeitsbilanzierung durchführen

 

Durchführung einer Flüssigkeitsbilanzierung: Eine Flüssigkeitsbilanzierung ist nur sinnvoll, wenn die eingetragenen Werte vollständig sind, daher auch Patienten und evtl. mitbetreuende Angehörige unterrichten.

Indikation:

  • Patienten mit Herzinsuffizienz
  • Niereninsuffizienz
  • Dialyse
  • Patienten mit verminderter Ausscheidung
  • Bei künstlicher Ernährung
  • Dehydration

Ziel: Die Vermeidung von Wassereinlagerungen und die Versorgung des Körpers mit ausreichender Flüssigkeitsmenge.

Maßnahmen: Führen eines Bilanzierungsbogens.

Kommentieren