Demenz: Es fehlt an Kompetenzen

Wie aus einer Studie des Institus für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen hervorgeht sind angehende Pflegefachkräfte in Sachen Demenzbetreuung nicht ausreichend kompetent. Die Wissenschaftler vom Institut für Public Health und Pflegeforschung befragten dazu über merhere Monate über 1000 Altenpflege- und Krankenschulen in Deutschland sowie über 2000 Auszubildende im Bereich der Pflege.

Dabei wurden deutliche Unterschiede bei der Vermittlung von pflegerischen Kompetenzen deutlich, welche sich besonders zwischen verschiedenen Ausbildungsgängen zeigten. Schulen für Gesundheits- und Krankheitspflege stehen demnach den Altenpflegeschulen in Sachen innovativer und vielfältiger Ansätze und Trainingsmöglichkeiten zur Versorgung demenzkranker Menschen deutlich nach. Der leitende Wissenschaftler der Studie, Professor Stefan Görres, macht deutlich, dass innerhalb der Krankenpflege- und Gesundheitsausbildung seiner Meinung nach mehr getan werden sollte um demenzspezifische Kompetenzen zu vermitteln. Görres ist außerdem der Meinung, dass eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema auf allen Ebenen dringend notwendig sei um sowohl die Versorgungsqualität als auch die Arbeitszufriedenheit deutlich zu erhöhen.

Diese Steigerung ist von besonderer Bedeutung, da die Zahl der Demenzpatienten sich Prognosen zu Folge bis 2050 verdoppeln soll. Bereits jetzt leben rund 1,3 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung in Deutschland, weswegen weder mit der Versorgung noch mit der Krankheit an sich leichtfertig umgegangen werden sollte. Im statistischen Schnitt kommen immerhin bereits zur Zeit auf 100.000 Einwohner genau 1500 Menschen mit Demenzerkrankung.

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