Die fehlende psychologische Hilfe bei Krebspatienten

Für viele Patienten, die an Krebs erkrankt sind, wäre es hilfreich, wenn sie eine psychologische Betreuung erhalten würden. Dies müsste allerdings viel schneller erfolgen, als dies momentan der Fall ist, da für eine Psychotherapie oft sehr lange Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen, was dazu führt, dass Krebspatienten sich nach einem Krankenhausaufenthalt allein gelassen fühlen. Ein ambulanter psycho-onkologischer Dienst ist dabei von der Deutschen Krebsgesellschaft ins Spiel gebracht wurden.

Es ist zwar so geregelt, dass Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, auch eine psycho-onkologische Betreuung erhalten sollen, doch es ist in der Realität meistens nicht so umsetzbar. In der Zeit, in der sich die Frauen im Krankenhaus aufhalten, bleibt für eine psychologische Betreuung meist keine Zeit und nach einer Entlassung stehen sie dann oft allein da und können mit der ganzen Situation nicht umgehen. Die psycho-onkologische Betreuung ist in den Kliniken zwar bekannt, aber da sich die Frauen nur über einen kurzen Zeitraum in den Kliniken aufhalten, fehlt meist die Zeit, alle Aspekte dieses Themas genauer zu besprechen. Eine normale Psychotherapie ist dann aber keine Hilfe, da man dabei oft sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss, bevor man Hilfe bekommen kann. Eine viel schnellere Lösung ist also gefragt, die den Frauen gleich nach dem Aufenthalt eine Unterstützung liefert, die vor allem schnell geht und keine langwierige Behandlung erfordert.

Es sollte dabei vor allem darauf geachtet werden, die Lebensqualität der erkrankten Frauen zu verbessern, worauf aber leider momentan eher weniger geachtet wird. Der Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft ist in dieser Angelegenheit der Meinung, dass es einen ambulanten psycho-onkologischen Dienst geben sollte, der sich intensiv mit den erkrankten Frauen beschäftigt und ihnen eine Unterstützung in der Zeit gibt, in der sie diese am meisten benötigen. Dieser Dienst soll wie eine Art ambulanter Pflegedienst aufgebaut sein.

Es wird im Moment darüber gesprochen, wie man diese Faktoren alle am besten umsetzen kann, sodass nach einem Krankenhausaufenthalt eine sofortige Hilfe in Anspruch genommen werden kann. Vor allem sollen dabei auch die Haus- und Fachärzte eine Förderung erhalten, damit diese ebenfalls die Frauen unterstützen können. Auch die Krankenkassen sollen den Kunden mehr Leistungen aufzeigen, die ihnen im Bereich der Heil- und auch Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Damit soll die Lebensqualität der Frauen erhöht werden, da dies mehr in den Vordergrund gerückt werden soll. Dabei geht es auch um die Honorierung der Ärzte und ihren Leistungen, damit diese alle Varianten anbieten und nicht nur die, für die sie ein Honorar erhalten.

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