Das Gehirn als Auslöser für einen Schlaganfall

Den meisten Menschen ist es bekannt, dass ein Schlaganfall Schäden im Gehirn hervorrufen kann. Wenige wissen aber auch, dass das Gehirn ebenso die Möglichkeit hat, einen Schlaganfall hervorzurufen. Die Risikofaktoren, wie zum Beispiel das Rauchen, Fettleibigkeit oder auch eine Hypertonie werden von dem Gehirn gesteuert, wodurch es dazu beiträgt, einen Schlaganfall zu erzeugen. Es gibt für viele Forscher immer mehr Anhaltspunkt dafür, dass durch Reaktionen, die im Gehirn stattfinden, schon sehr früh ein Grundstein dafür gelegt wird, dass ein Mensch einen Schlaganfall erleiden wird.

Das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hat dabei die Fettleibigkeit genauer untersucht und dazu ein MRT genutzt, wobei die Hirnstruktur und ihre Veränderungen bei dickeren Menschen zwischen 20 und 30 Jahren besonders betrachtet wurden. Dabei fanden die Forscher heraus, dass dickere Menschen mehr graue Substanz im Gehirn aufweisen. Diesem Bereich des Gehirns geht es vor allem um die Wertschätzung von Reizen und es ist dafür verantwortlich Dopamin auszusenden, welches als Belohnung wahrgenommen wird. Wenn ein Mensch Nahrung zu sich nimmt, wird im Gehirn Dopamin ausgeschüttet, wodurch bei vielen Mahlzeiten am Tag eine Überstimulation an den Rezeptoren erzeugt wird. Eine Herunterregulierung findet dann als natürlicher Mechanismus statt.

Wer also viele Mahlzeiten isst, muss immer mehr essen, um das Gefühl einer Belohnung zu erleben. Bei dicken Menschen kann dies schon als eine Art Suchterkrankung bezeichnet werden, da diese ja das Belohnungsgefühl empfinden möchten, doch dies immer später eintritt, je mehr man isst. Die graue Substanz im Gehirn ist für das Verhalten und Lernen zuständig, wodurch bei dickeren Menschen es dazu kommt, dass diese sich an Gewohnheiten festhalten und Neues nicht gern gesehen ist. Davon sind aber nur Frauen und nicht die Männer betroffen. Ebenso hat man festgestellt, dass Übergewicht zum Beispiel durch das FTO-Gen hervorgerufen wird, also somit eine genetische Veranlagung besteht.

Das FTO-Gen sorgt ebenfalls dafür, dass eine Stimulation, wie zum Beispiel eine Belohnung bei dickeren Menschen mehr Bedeutung hat, als die Schlankheit, die langfristig gesehen besser für den Menschen wäre. Auch die Bereitschaft zum Risiko ist stärker ausgeprägt. Durch all diese Faktoren kommt es bei einem Menschen mit diesem Gen dazu, dass er mehr Nahrung zu sich nimmt, die auch mehr Kalorien beinhaltet, wodurch natürlich das Risiko für einen Schlaganfall erhöht wird.

Doch auch eine Hypertonie und Stress, der von außen kommt, sind Faktoren, die zu einem Schlaganfall beitragen. Eine Minderung der mentalen Kontrolle begünstigt zum Beispiel das Rauchen. Zu viel Stress und Konflikte beeinflussen den Blutdruck und wirken sich ebenfalls in den dafür zuständigen Teilen im Gehirn aus, sowie auch eine Erhöhung des Blutzuckers, die man auch zurück zum Gehirn verfolgen kann.

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