Im Mittelpunkt der Mensch

Wie Sie sicher schon gesehen haben, sind wir ein in Düsseldorf ansässiger ambulant zugelassener Palliativpflegedienst. Die Arbeit im palliativmedizinischen Bereich gestaltet sich komplett anders als die „normale“ ambulante Pflege.

Aus der Definition der Palliativmedizin ist ersichtlich, dass sich Palliativmedizin nicht prinzipiell auf Menschen mit einer Tumor-Erkrankung begrenzen lässt. Gleichwohl leiden die meisten Betroffenen, die zur Zeit in Deutschland palliativmedizinisch behandelt werden müssen, an Krebs.

Vielleicht sind Ihnen in diesem Zusammenhang die beiden Begriffe „Palliativmedizin“ und „palliative Therapie“ begegnet. Die Palliativmedizin konzentriert sich auf den ganzen Menschen, der an einer Krankheit leidet, und nicht allein auf die Krankheit. Auch wenn eine Krankheit nicht mehr heilbar ist und die Lebenserwartung begrenzt, so kann für die Betroffenen noch sehr viel getan werden, damit es ihnen in der ihnen verbleibenden Lebenszeit gut geht.

Die palliative Therapie ist ein Element der Palliativmedizin. Bei der Palliativtherapie richtet sich die Behandlung direkt auf die Tumorerkrankung, eine Heilung des Tumorleidens ist aber nicht mehr möglich.

Zudem kann auch eine unterstützende Behandlung als palliativmedizinische Maßnahme verstanden werden. Supportivtherapie bedeutet, dass Nebenwirkungen oder Komplikationen, die infolge der Krebsbehandlung auftreten können, vermieden oder beseitigt werden.

 

Schwerpunkte von Palliativmedizin und Hospizarbeit

  • Die psychosoziale Begleitung und die emotionale Unterstützung für Sie wie auch für Ihre Angehörigen. Denn bei der Verarbeitung der Gefühle, die bei der Auseinandersetzung mit dem Lebensende auftreten, kann eine ehrenamtliche oder professionelle Unterstützung sehr hilfreich sein.
  • Die religiöse/spirituelle Begleitung, damit Sie Möglichkeiten und Raum finden können, Ihre Fragen bezüglich Ihres Lebens, des Sinns und des Todes zu stellen.
  • Die Symptomkontrolle, darunter besonders die Behandlung von Schmerzen und anderen Beschwerden, die in der letzten Lebensphase auftreten können.
  • Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung organisatorischer Dinge.

 

Diese vielfältigen Aufgaben der Palliativmedizin machen es zwingend erforderlich, dass ganz unterschiedliche Berufsgruppen – Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, Seelsorger, Physiotherapeuten und natürlich das Pflegepersonal – eng zusammenarbeiten und laufend Informationen untereinander austauschen. Dieser so genannte interdisziplinäre Ansatz stellt sicher, dass die verschiedenen Professionen das Wohlergehen des Betroffenen aus ihrem Blickwinkel heraus gemeinsam in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen.

Jeder Mensch hat seine persönlichen Bedürfnisse und über Jahre und Jahrzehnte eingeschliffenen Gewohnheiten.Häufig ist es am Ende des Lebens aber nicht mehr möglich, zu Hause zu sein, auch wenn alle Beteiligten in der Hospizbewegung und Palliativmedizin Ihnen dies wünschen würden. Wenn Sie also in einer für Sie zunächst fremden Umgebung sein müssen, zu einer Zeit, in der es Ihnen schlecht geht, so ist eines besonders wichtig: Sie sollen von Anfang an den Eindruck haben, dass sich die Menschen, die für Sie da sind, nach Ihnen richten und nicht Sie sich den Gepflogenheiten in einem Krankenhaus anpassen müssen.

Insofern möchten wir Sie beruhigen und gleichzeitig ermutigen, sich auf die Fachleute in der Hospizarbeit und der Palliativmedizin einzulassen.

 
Besonderheiten von Palliativstationen:

  • Palliativstationen sind eigenständige, an ein Krankenhaus gebundene Abteilungen. Aufgenommen werden Kranke mit einer nicht mehr heilbaren, fortgeschrittenen Erkrankung und mit Beschwerden, die einer Krankenhausbehandlung bedürfen
  • Ein Arzt steht rund um die Uhr zur Verfügung; eine Pflegekraft ist für höchstens vier Patienten da.
  • Palliativstationen sind in aller Regel eigenständige Einheiten und besitzen bevorzugt Einzelzimmer. Die Zimmer und die gesamte Station sind wohnlich gestaltet und sollen möglichst wenig an einen Krankenhausbetrieb erinnern. Ausßerdem gibt es meistens ein gemeinsames Wohnzimmer, eine Terrasse oder einen Balkon
  • Für Angehörige stehen kostenlos Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung


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