Der Kaffee und seine Wirkung auf den Nachwuchs

Der Kaffee ist für viele Mütter in der Schwangerschaft oder auch in der Stillzeit ein Genussmittel, auf das sie am liebsten nicht verzichten würden. Wissenschaftler haben sich nun diesem Thema zugewandt, um herauszufinden, welche Auswirkungen der Konsum von Kaffee auf das Kind haben kann. Bei dieser Studie kam heraus, dass der Genuss von Kaffee in der Stillzeit oder auch in der Schwangerschaft keinen Einfluss darauf hat, welche Schlafgewohnheiten ein Kind hat und ob es Probleme bei dem Ein- und Durchschlafen aufweist.

Die brasilianische Studie hat dabei bei den Müttern, die über 40 Jahre alt waren, darauf geachtet, dass diese in der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit mindestens 300 mg Koffein am Tag zu sich genommen haben. Dies entspricht ungefähr drei Tassen Kaffee am Tag. Bei dieser Stichprobe waren die Werte zwar erhöht bei den Babys, die nachts etwas öfter aufgewacht sind, doch diese Erhöhung war so gering, dass man dem keine große Bedeutung schenken muss.

Eine weitere Studie wurde mit den Babys durchgeführt, die im Jahre 2004 in einer Stadt in Brasilien geboren wurden. Dabei wurde der Kaffeekonsum der Mütter angeschaut. Zwei Zeitpunkte wurden dabei genutzt. Zum einen kurz nach der Entbindung und zum anderen drei Monate danach. Jede fünfte Frau hatte dabei in der Schwangerschaft sehr viel Koffein zu sich genommen, also mehr als 300 mg am Tag. In der Gruppe der Frauen waren auch Raucher dabei und Frauen, die in der Schwangerschaft Alkohol getrunken hatten. Diese haben auch einen höheren Kaffeekonsum gehabt.

Die Studie hatte zum Ergebnis, dass die Babys in den letzten 15 Tagen ca. 13,4 Stunden am Tag schliefen. Drei Viertel der Frauen, die an der Studie teilnahmen, wurden einmal in der Nacht von ihrem Neugeborenen geweckt und ca. 15% drei Mal pro Nacht.

Koffein wird in dem Verdauungstrakt einer Frau schnell aufgenommen und kann somit frei bis zu der Plazenta durchdringen, wodurch das Ungeborene natürlich ebenso viel Koffein zu sich nimmt, wie die schwangere Frau auch. Trotzdem hat das Koffein aber keinen Einfluss auf das Baby, wobei der Grund dafür nicht festgestellt werden konnte. Man geht davon aus, dass sich das Kind an das Koffein gewöhnt und somit keine Reaktion darauf zeigt. Ebenso wissen die Forscher noch nicht genau, inwieweit die Muttermilch das Koffein an das Kind weitergibt. Der Rat, nicht mehr als 300 mg Koffein am Tag zu sich zu nehmen, soll aber weiter aufrechterhalten werden.

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