Kombileistungen gefragter als stationäre Behandlung

Mit dem 5. Bericht über den Verlauf der Pflegeversicherung und der pflegenden Versorgung hat die Bundesregierung die Zahlen für das Jahr 2010 offengelegt. Diesem Bericht zufolge wurden neue Trends aufgezeigt, Stillstände belegt und auch rückläufige Zahlen demonstriert.

Die Anzahl der Pflegebedürftigen stieg 2010 um etwa 2,4%. Die Empfänger ambulanter Leistungen betrugen gegen Ende des Jahres rund 1,58 Millionen, während etwa 0,71 Millionen Pflegebedürftige stationäre Leistungen im Rahmen der sozialen Versicherung bezogen. Im Bereich der verschiedenen Leistungsarten war die Nachfrage nach dem Pflegegeld besonders groß. Rund 44,8% der Pflegebedürftigen entschieden sich für das Pflegegeld, die komplett stationäre Pflege wurde von 26,5% in Anspruch genommen und die Kombination von Pflegegeld und Pflegesachleistung kam etwa 13,3% zugute. Den geringsten Anteil der Pflegeleistungen machten die Kurzzeitpflege und die Tages- und Nachtpflege aus.

Die vollstationäre Pflege tritt ihren Rang ab

Der erfasste Zeitraum brachte außerdem hervor, dass die Zahl der Pflegegeldempfänger um knapp 0,5% zurückgegangen ist. Mit den rückläufigen Zahlen der Pflegesachleistungen stiegen die Zahlen der Kombinationsleistungen. Der bisherige Trend der vollstationären Pflege, der zuvor über Jahre klar dominiert hatte, kam im Jahr 2010 zum Stillstand. Den verhältnismäßig stärksten Zuwachs konnte die häusliche Verhinderungspflege verzeichnen. Diese Leistung hat ihre Zahlen im erfassten Jahr in etwa verdoppeln können.

Kommentieren