Das Osteoporoserisiko und die Wechseljahre

Mit einer neuen Studie wurde festgestellt, dass die Wechseljahre in Zusammenhang mit dem Osteoporoserisiko stehen. Hierbei kam man zu dem Ergebnis, dass Frauen, die später in die Wechseljahre kommen ein geringeres Risiko für Osteoporose aufweisen. Vorangegangene Studien hatten schon einen Zusammenhang zwischen den Wechseljahren und Osteoporose entdeckt. Ebenso werden auch Frakturen begünstigt, die durch Osteoporose entstehen, sowie das Sterberisiko erhöht wird, wenn die Menopause bei einer Frau sehr zeitig eintritt.

Zurückblickende Studien, die eine kurze Laufzeit hatten, haben diese Erkenntnisse gebracht. Inzwischen wurde aber eine Langzeitstudie über 34 Jahre durchgeführt, die diese Erkenntnisse bestätigt hat. Die Testpersonen waren alle in einem Alter von 48 Jahren und die Gesamtzahl der Teilnehmer betrug 390 Frauen. Trat die Menopause vor dem 47. Lebensjahr ein, so wurde dies als ein frühzeitiger Beginn der Menopause definiert. Zu dieser Gruppe gehörten 61 Frauen, wobei das Durchschnittsalter für den Eintritt in die Menopause 42 Jahre war.

Bei dieser Studie wurde die Definition der WHO verwendet. Dies bedeutet, dass die Regelblutung über eine Zeit von 12 Monaten anhaltend ausbleiben musste. An der Studie nahmen natürlich auch Orthopäden teil, welche sich der Knochenmineraldichte widmeten. Diese wurde bei den teilnehmenden Frauen im Alter von 48 Jahren und noch einmal mit 77 Jahren gemessen. Dazu nutze man das SPA- Verfahren, welches am Unterarm durchgeführt wurde. Im Alter von 77 Jahren wurde noch ein weiterer Test hinzugefügt. Dies war der DXA- Scan, der sich auf die Messung der Dichte an der Hüfte und auch an den Wirbelkörper bezieht.

Man stellt im Alter von 77 Jahren bei 15 von 27 Frauen, die einen frühen Beginn der Menopause aufwiesen, eine Osteoporose fest. Dies sind immerhin 56 %.  Bei den Frauen, bei denen die Menopause eher spät eingetreten ist, waren nur 30 % betroffen. Das heißt von 151 Frauen, haben nur 52 eine Osteoporose entwickelt. Aus diesen Testergebnissen konnte man ein relatives Risiko errechnen, welches 1,83 beträgt. Auch die Neuerkrankungen bei Frakturen, die durch Osteoporose entstehen, wurde betrachtet. Dabei stellte man fest, dass 19,45 pro 1000 Personenjahren erkrankten, bei denen die Menopause frühzeitig begann und 11,6 pro 1000 Personenjahre waren es bei der Vergleichsgruppe, bei denen die Menopause später eintrat.

Die Sterberate war ein weiterer Teil, den man in dieser Studie näher beobachtete. Dabei stellte man fest, dass bei den Frauen, die eine frühzeitige Menopause hatten, die Sterberate 52,4 % betrug und bei der anderen Gruppe mit den Frauen, deren Menopause später eintrat, waren es nur 35,2 %.

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