Ratgeber Schmerz

Schmerz ist eine komplexe Sinneswahrnehmung, die als akutes Geschehen den Charakter eines Warn- und Leitsignals besitzt. Der chronische Schmerz hat diese Eigenschaften als chronisches Schmerzsyndrom verloren und stellt heute ein eigen-ständiges, behandlungsbedürftiges Krankheitsbild dar. Schmerz ist immer subjektiv.

Stufenschema der WHO zur Schmerztherapie:

  • Stufe 1: Nicht morphinhaltige Schmerzmittel wie Acetysalicylsäure oder Paracetamol
  • Stufe 2: Nicht-Opioid-Analgetika plus schwache Opioide wie Codein, Tramal
  • Stufe 3: Nicht-Opioid-Analgetika plus starke Opioide wie Morphin, Fentanyl

 

Erkrankungen die u.a. Schmerzen verursachen können:

  • Entzündliche Gelenkerkrankungen
  • Tumorschmerzen
  • Chronische Rückenschmerzen
  • Nervenschmerzen
  • Migräne

 

Maßnahmen:

  • Intensive Abklärungen der Ursache(n)
  • Effektive Verordnung von Analgetika
  • Furcht vor Abhängigkeit und Sucht sowie Atemdepression abbauen
  • Dauerhafte, begleitende psychosoziale Betreuung

 

Den Schmerz einschätzen:

  • Wo tut es weh? Wie tut es weh? Wann tut es weh? Wie stark tut es weh? Was verstärkt, was lindert den Schmerz? Inwiefern beeinträchtigt der Schmerz mein Leben? Wie verträglich sind die Medikamente?

 

Dazu gehört:

  • Die aktuelle, systematische Schmerzeinschätzung mit Verlaufskontrolle und Dokumentation
  • Medikamentengabe bei angegebener Schmerzintensität von mehr als 3/10
  • Erfolgskontrolle bei Neueinstellung und Überprüfung der Medikation
  • Maßnahmen zur Prophylaxe und Behandlung von schmerzbedingten Nebenwirkungen
  • Nichtmedikamentöse Maßnahmen in Erwägung ziehen (Feldenkrais, Physiotherapie, Kälte- und Wärmeanwendung, Ablenkung durch berührende, klingende oder optische Reize, Entspannungstechniken usw.)

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