Schlaganfälle bei immer mehr jüngeren Menschen

Beim Schlaganfall gibt es keine Altersgrenze. Es sind nicht nur Senioren und Erwachsene betroffen, sondern zunehmend auch jüngere Menschen oder sogar Kinder.

Der ehemaliger Präsident des Amerikanischen Herzverbandes, Ralph Sacco, warnt, dass „Niemand unangreifbar“ sei. Obwohl in der Altersgruppe der über 65 Jährigen die meisten Schlaganfälle diagnostiziert werden, verteilt sich bis zu ein Viertel aller Schlaganfälle auf jüngeren Generationen. Da ein Schlaganfall praktisch jeden treffen kann ist es deshalb enorm wichtig die Anzeichen für eine solche Durchblutungsstörung im Hirn zu kennen, um im Ernstfall schnell zu handeln und ärztliche Hilfe herbeizurufen. Denn zur Verstopfung oder gar zum Riss von Blutgefäßen im Hirn kann es bei jedem Menschen kommen.

Zu den Signalen zählen neben Sehstörungen, die sich in Form von einseitiger Blindheit, Störungen des räumlichen Sehens und in Doppelbildern äußern können, auch plötzliche Sprach- und Verständnisstörungen sowie halbseitige Lähmungserscheinungen in den Extremitäten sowie im Gesicht.

Auch ein herunterhängender Mundwinkel sollte als Hinweis auf einen Schlaganfall Ernst genommen werden. Weitere Symptome sind plötzlicher Schwindel der mit Gangunsicherheiten einhergeht sowie äußerst heftige Kopfschmerzen. Wie der Name Schlaganfall schon erahnen lässt, treten diese Symptome mit einem Schlag auf und entwickeln sich nicht langsam und schleichend.

 

Wenn der Verdacht auf einen Schlaganfall besteht muss schnell gehandelt werden, da in jeder Minute fast zwei Millionen Gehirnzellen absterben und somit nur durch einen schnellen Therapiebeginn die Folgen weitestgehend gemindert werden können. Deshalb sollte bei einem Verdacht der auf einem oder mehreren der genannten Symptome beruht sofort ein Notarzt verständigt werden.

Jährlich werden allein in Deutschland etwa eine viertel Million neue Schlaganfälle registriert, wobei diese gerade bei jüngeren Menschen oft aus heiterem Himmel kommen. Dennoch sind einige Risikofaktoren bekannt. Ein großer Teil der Betroffenen leidet an Bluthochdruck, wobei der Anteil der Schlaganfall-Patienten die bereits zuvor an Bluthochdruck litten mit dem Alter größer wird. Weitere Risikofaktoren sind erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, Herzrhythmusstörungen sowie Migräneattacken. Auch der Zusammenhang mit Rauchen und der Antibaby-Pille kann nicht ausgeschlossen werden, da besonders bei jungen Frauen die rauchen und die Antibaby-Pille nutzen das Schlaganfall-Risiko erhöht ist.

Eine weitere mögliche Ursache für den Schlaganfall ist eine genetische also erbliche Veranlagung, welche zu Gefäßmissbildungen bzw. Blutgerinnungsstörungen führt und somit das Risiko eines Schlaganfalls erhöht. Außerdem kommen auch Herz- und Gefäßerkrankungen als Ursachen für den Schlaganfall in Frage.

Wer Anzeichen ignoriert und erst bei akuten Anzeichen den Notarzt einschaltet riskiert dadurch den Tod des betroffenen bzw. für immer anhaltende Folgen wie halbseitige Lähmungen die das Kauen, Schlucken und Sprechen dauerhaft unmöglich machen können.

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