Sport trotz Krankheit ist nicht gesund

Sport tut gut und hält gesund. Während einer Krankheit jedoch fühlt man sich oft nicht in der Lage, ausgiebig Sport zu treiben und sich generell körperlich zu betätigen. Wer dennoch während eines Infekts oder im geschwächten Zustand nach einer Krankheit zum Sport geht, setzt sein Herz größten Risiken aus. Das gilt besonders dann, wenn das Herz ohnehin schon geschwächt ist und man es größeren Anstrengungen aussetzen möchte. Davor warnt die Deutsche Herzstiftung. Gerade nach den Olympischen Spielen in London sehen sich viele Menschen wieder neu motiviert, fit zu werden und Sport zu treiben. Das Herz bleibt bei aller Betätigung dann oft auf der Strecke. Das liegt daran, dass man auch eine Grippe oder einen Magen-Darm-Infekt und deren Auswirkungen auf den Herzmuskel deutlich unterschätzen kann. Die so genannte Myokarditis – die Herzmuskelentzündung – wird nur in wenigen Fällen überhaupt bemerkt. Körperliche Belastung wirkt hier wie weiteres Gift und als schlimmste Konsequenz tritt der Tod ein. Auch eine Schwächung des Herzmuskels kann als Folge eintreten.

Symptome der Myokarditis

Eine Herzmuskelentzündung entsteht in den meisten Fällen durch Viren. So passiert es beispielsweise im Zuge einer Grippe. Allerdings können auch andere Erreger eine Rolle bei der Infektion spielen. Die direktesten Anzeichen für eine Herzmuskelentzündung können zum Beispiel Allgemeine Schwäche, Müdigkeit, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen in der Brust, Atemnot oder auch Schlafstörungen sein. Die Schmerzen in der Brust sind denen bei einem Herzinfarkt ähnlich. Herzrhythmusstörungen können besonders gefährlich sein, weil aus ihnen schnell ein Kammerflimmern entstehen kann, das einen Herzstillstand und in letzter Konsequenz den Tod zur Folge hat, sofern keine augenblickliche Reanimation erfolgt. Besonders schwer zu erkennen ist die Myokarditis deshalb, weil kein Symptom ausschließlich für die Herzmuskelentzündung spricht. Daher werden die Symptome in einem großen Zusammenhang betrachtet. Ärzte können dann auf eine Myokarditis bestehen, wenn zuvor eine virale Infektion vorhanden war.

Komplett auskurieren

Die Ursachen der Herzmuskelentzündung sind nicht akut behandelbar. Die Therapie erfolgt eher in Bezug auf die Symptome, indem man sich schlichtweg schont und dem Körper eine Pause gönnt. Zusätzlich werden Medikamente verschrieben, die lindernd auf die Entzündung wirken können. ACE-Hemmer und Betablocker wirken bei der Therapie unterstützend. Im Falle einer Herzmuskelentzündung sollte der Patient dringend ein ausgiebiges Schonprogramm einleiten. Sport und körperliche Belastung sollten dringend vermieden werden. Sogar das Treppensteigen ist nach Möglichkeit durch Fahrstuhlfahren zu ersetzen.

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