Kann Vitamin D dabei helfen den Blutdruck zu senken?

Eine neue Studie, die in Dänemark durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass Menschen, die über die Wintermonate Vitamin D einnahmen ihren Bluthochdruck signifikant senken konnten.

Schon mehrere Studien haben ergeben, dass es einen Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und einem schlechten Vitamin D Status gibt. Deshalb sind Experten der Meinung, dass ein Vitamin D Mangel die Entstehung von Bluthochdruck begünstigen kann. Was bisher noch nicht ganz entschlüsselt werden konnte, sind die Mechanismen, die hinter diesem Zusammenhang stehen.

Für Kunden mit Bluthochdruck stellt sich jetzt natürlich die Frage, ob sie von einer Einnahme von Vitamin D profitieren. Eine erste Antwort bietet eine kleine Studie aus Dänemark, deren Ergebnisse erst kürzlich auf einer Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Bluthochdruck vorgestellt wurden. Bei dieser Studie wurden 130 Personen, die an Bluthochdruck leiden, beobachtet. Für die Auswertung der Studie konnten dann immerhin die Daten von 112 Probanden genutzt werden. Der Hälfte dieser Personen wurde in den Wintermonaten über 20 Monate hinweg ein Vitamin D3 Präparat verabreicht. Dadurch konnte erreicht werden, dass der Vitamin D und der Kalzium Spiegel im Blut sich signifikant erhöhten.

Erhofftes Ziel war eigentlich, dass sich die 24-Stunden Blutdruckwerte nach unten bewegen würden. Dieses Ziel wurde zwar nicht erreicht, aber dennoch eine Senkung der Werte während der Messung in der Sprechstunde und auch eine Senkung des zentralen Blutdrucks. Hält man sich jedoch nur die 92 Patienten vor Augen, die unter einem Vitamin D Mangel litten, dann kam es durch die Substitution zu einer Senkung des 24-Stunden Blutdrucks. Diese Senkung lag nahe an der Grenze zur statistischen Relevanz. Spezialisten weisen darauf hin, dass für sie die Werte der Blutdrucklangzeitmessung mehr Relevanz haben als die des zentralen Blutdrucks. Obwohl die Studie nur sehr klein angelegt war, weisen doch die Ergebnisse in die richtige Richtung. Größerer Studien, die zudem eine längere Beobachtungsdauer haben, sollen nun in Kürze starten.

Es erscheint eine gute Idee Vitamin D häufig in Zusammenhang mit Hypertonie zu testen. Denn dadurch können nicht nur eventuelle Defizite ausgeglichen werden, sondern es kann auch der Zusammenhang zwischen Vitamin D Mangel und Bluthochdruck weiter erforscht werden. Dass solche Studien absolut notwendig sind, zeigt allein der Fakt, dass 92 der 130 Probanden, die an dieser Studie teilnahmen, unter Vitamin D Mangel litten. Und das obwohl es in Dänemark eine generelle Empfehlung gibt, dass Menschen die 70 Jahre und älter sind jeden Tag eine gewisse Dosis Vitamin D zu sich nehmen sollen, um die Gesundheit der Knochen zu erhalten und zu stärken.

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