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Aktionswochen Demenz 2011

In diesem Jahr (September) finden in Düsseldorf die Aktionswochen Demenz unter dem Motto „Im Stadtteil leben, Hilfe finden“ statt.

Gerade der vertraute Stadtteil ist für Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, von zentraler Bedeutung. Hier sind über Jahre Bindungen entstanden, die Stabilität und Sicherheit vermitteln. Im Rahmen der Aktionswochen werden die Hilfsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz, Angehörige und Freunde in den Stadtteilen vorgestellt. Denn wenn Menschen mit Demenz frühzeitig in das Hilfsnetz des Stadtteils eingebunden werden, kann ein weitgehend selbständiges Leben zu Hause auch mit einer Demenzerkrankung lange gelingen.

Weitere Informationen (Programmheft) erhalten Sie: Demenz-Servicezentrum Region Düsseldorf, Amt für soziale Sicherung und Integration, Willi-Becker-Allee 8, 40227 Düsseldorf, 0211-8922228 oder www.duesseldorf.de/demenz

Zukunftsaufgabe Demenz

Die aktuellsten Zahlen des Medizinischen Dienstes besagen, dass 30 Prozent der Antragsteller auf ambulante Pflegeversicherungsleistungen aufgrund ihrer Beeinträchtigungen in der Alltagskomptenz aufgrund von Demenz oder anderen gerontopsychiatrischen Beeinträchtigungen eingeschränkt sind. In der Zukunft werden diese Zahlen noch dramatisch ansteigen, weist man nur auf unsere Alterspyramide hin. Circa 1,2 Millionen Menschen leiden heute schon an einer dementiellen Erkrankung. Die Konsequenz und das Ziel können nur sein, ein breit angelegtes Versorgungsangebot zu schaffen. Dazu gehören natürlich nicht nur die Pflege, sondern auch alle niedrigschwelligen Entlastungs-, Unterstützungs- und Beratungsangebote, die noch im grossen Umfang ausgebaut werden müssen, damit möglichst viele Betroffene in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können. Selbstverständlich gehört dazu auch die frühzeitige Erkennung einer solchen Erkrankung, um alle Angebote – auch die medikamentöse Versorgung – optimal zu gestalten. Und das  erfordert wiederum eine enge Vernetzung der Behandlung, Pflege und Betreuung zwischen Hausärzten, Fachärzten, nichtärztlichen Therapeuten und Pflegenden.

Mit einer ganzheitlichen Sicht schafft man die Voraussetzung,  Potenziale zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit durch präventive und rehabilitative Maßnahmen besser zu nutzen.

In der Praxis sehen wir aber nur sehr wenig von Bemühungen bezüglich Vernetzungen. Wir arbeiten viel auf dem „kleinen Dienstweg“ und vor allem mit ehrenamtlichen Helfern, die unermüdlich um die Menschen bemüht sind, die sich selbst in jeder Beziehung nicht mehr ausreichend versorgen können. Auch die Mitarbeiter der ambulanten Alten- und Krankenpflegedienste leisten viele zusätzliche Arbeiten ohne Entgeld.

Alzheimer-Patienten für Studie gesucht

An der Uni-Klinik Köln startet eine Studie zur tiefen Hirnstimulation bei leichter bis mittelgradiger Alzheimer-Demenz. Durch die Stimulation sollen Neurotrophine ausgeschüttet werden, also Schutz- und Wachstumsfaktoren für die Nervenzellen. Man hofft, mit dieser Behandlung bei Patienten, die an einer Alzheimer-Demenz leiden, eine Therapie-Option schaffen zu können, die die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert und zumindest eine Erhaltung der Lebensqualität bewirkt.

Mehr Infos zur Studie: 0221/478-87232 oder gedaechtnis-sprechstunde@uk-koeln.de

Kulturkompetenz 50+

Ein Buch voller Anregungen und wertvoller Gedanken für die Kulturarbeit mit Senioren. In den ersten Kapiteln werden übersichtlich und gut verständlich theoretische Grundüberlegungen zur Kulturarbeit, zur kulturellen Bildung und zu wichtigen Aspekten der Umsetzung abgehandelt. Die theoretischen Überlegungen sind praxisrelevant. Im zweiten Teil stellen sich unterschiedliche Kulturprojekte mit Senioren vor, wodurch die Bandbreite der Möglichkeiten aufgezeigt wird. Aus fast allen Artikeln können Anregungen für die kulturarbeit mit Menschen mit Demenz gezogen werden. Sehr hilfreich ist die Literaturliste.

ISBN 978-3-86736-319-9 / 156 Seiten / 16,80 €

Der alte König in seinem Exil

Arno Geiger beschreibt in einer ästhetischen und feinfühligen Sprache die Person seines Vaters, die Nähe und Beziehung zwischen Vater und Sohn, den Charakter ihrer Beziehung und wie sich diese über den Weg durch die Demenz wandelt und immer wieder neu gestaltet.

ISBN 978-446-23634-9 / 17,90 €