Alkoholfreies Bier – Getränk mit Zukunft-
Die Menschen werden gesundheitsbewußter. Der Bierdurst der Deutschen ließ laut Statistischem Bundesamt in 2012 um 1,8 % nach. Der Absatz der alkoholfreien Variante nahm jedoch seit den 80er Jahren um 15 % zu. Alkohol- und kalorienarme Biere liegen im Trend; dank neuer Braumethoden hat sich die Qualität dieser Biere verbessert, sie schmecken besser. Laut Sportmedizinern der Technischen Universität München hat alkoholfreies Weißbier einer Studie zufolge sogar einen Gesundheitswert. Diese Studie belegt, daß polyphenolhaltiges Weißbier ( Polyphenolen = Pflanzenstoffe, die auch in Obst,Gemüse und Wein vorkommen ) antientzündlich wirkt und ein durch körperlichen Stress geschwächtes Immunsystem stärken kann. Marathonläufer tranken vor und nach einem Lauf täglich ein bis anderthalb Liter davon, eine Gruppe das polyphenolhaltige Getränk, eine Kontrollgruppe eine polyphenolfreie Variante. Die Läufer der “Polyphenolgruppe” erlitten nach dem Marathon seltener Atemwegsinfekte als die der Kontrollgruppe; wenn Infekte auftraten, verliefen sie schwächer. Normales Weißbier enthält zwar noch mehr Polyphenole als alkoholfreies, doch die Nebenwirkungen des Alkohols überwiegen den Nutzen. Bier enthält auch Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren; viele alkoholfreie Sorten sind deshalb auch als isotonisches Sportlergetränk geeignet. Es ist nicht so kalorienreich wie normales Bier, bewegt man sich jedoch wenig, sollte man auch hier in der Menge Maß halten. Da alkoholfreies Bier einen anderen Geschmack und Geruch hat, können sich viele Bierfreunde nicht damit anfreunden. Bei der gängisten Braumethode wird die Gärung früher gestoppt und das Bier behält seinen würzigen Charakter, bei geringerem Alkoholgehalt entstehen auch weniger Aromastoffe. Durch neue Herstellungsverfahren, bei denen sich eine spezielle Kombination aus Hefepilzen und Milchsäurebakterien bewährt hat, die nur bestimmte Zucker in Malz verwerten können und deshalb mehr Aromastoffe bilden, kommen die alkoholfreien Biere dem Original deutlich näher. Wichtig: Alkoholfreies Bier darf bis zu 0,5 Volumenprozent Alkohol enthalten. Rechtsmediziner testeten, ob der Konsum das Einhalten der 0,0 – Promille-Grenze bei Autofahrern beeinflusst; durch Blutproben nach ausreichendem Konsum wurde weniger als ein Dreißigstel des gesetzlichen Grenzwertes von 0,2 Promille nachgewiesen und damit seien keine negativen führerscheinrechtlichen Konsequenzen zu erwarten. Schon 30 Minuten nach dem letzten Schluck konnte in keinem Fall mehr Alkohol nachgewiesen werden. Schwangeren und Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, ist alkoholfreies Bier als Durstlöscher erlaubt. Trockenen Alkoholikern empfehlen Mediziner den Verzehr jedoch nicht, da Aussehen und Geschmack zu stark an echtes Bier erinnern und Rückfälle provozieren können. Auch Kindern sollte man kein alkoholfreies Bier anbieten, sie gewöhnen sich sonst zu früh an den Geschmack und der Umstieg auf “echtes” Bier wird erleichtert.
Schwindel -Richtig behandeln-
Um Schwindel wirkungsvoll behandeln zu können, muss zunächst die richtige Diagnose gestellt werden. Dieses kann zumeist schon durch gezielte Fragen in einem ausführlichen Anamnesegespräch mit dem Patienten geschehen. Wie äußert sich der Schwindel? Wann und wie hat er begonnen; gibt es Auslöser oder Verstärker? Tritt er in Ruhe oder beim Gehen auf? Wie lange dauert er? Wenn es beim Umdrehen im Bett oder anderen Positionwechseln zu Schwindelattacken kommt, kann es sich um den gutartigen Lagerungsschwindel handeln ( die häufigste Form des Schwindels ). Gutartig deshalb, weil er häufig nach einigen Wochen oder Monaten von selbst abklingt. Eine genaue Ursache gibt es meistens nicht; man vermutet sogenannte Canalolithen. Das sind kleine Steinchen, die an einer bestimmten Stelle im Gleichgewichtsorgan sitzen und Signale an das Gehirn vermitteln. Wenn sich diese Steinchen lösen und in einen Bogengang des Gleichgewichtsorgans geraten, lösen sie bei Lagewechseln den Schwindel aus. Dagegen gibt es eine erstaunlich einfache Therapie: Der Patient lernt durch ganz bestimmte, meist schnelle Bewegungen, die Steinchen aus den Bogengängen heraus an einen Ort zu befördern, wo sie keinen Schwindel mehr auslösen. Die zweithäufigste Schwindelart hat keine organische, sondern eine seelische Ursache. Hier muss der Arzt den Zusammenhang zwischen Schwindel und seelischen Belastungen erkennen. Oft äußern Patienten Sätze wie: ” Mir wird ganz schwindelig, der Boden unter den Füßen weggezogen ” oder ” Mir dreht sich alles im Kopf “; die Patienten fühlen sich unsicher auf den Beinen, haben Schwankschwindel und Ängste. Auslöser können Menschenansammlungen oder auch leere Räume sein. Hier muss mit Geduld vom Arzt vermittelt werden, daß der Schwindel keine organische Ursache hat. Oft sind psychotherapeutische Maßnahmen nötig oder auch Medikamente wie Antidepressiva. Fallen unsere Gleichgewichtsorgane aus, können Symptome wie starke Übelkeit, Erbrechen, Drehschwindel und auch Schwankschwindel auftreten. Ursachen können Nervenentzündungen z.B. durch Herpesviren oder Immunstörungen sein, diese sind meistens mit Kortisonstoßtherapien gut behandelbar. Manchmal treten auch Kopfschmerzen und Schwindel gemeinsam auf. Bei einer Migräne können auch noch Lichtempfindlichkeit der Augen, Übelkeit und Erbrechen dabei sein. Treten allerdings auch noch andere Symptome wie Sehstörungen mit Doppelbildern, Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen auf, müssen wir alarmiert sein und an einen Schlaganfall denken. Tritt eine Schwindelattacke mit einer Hörminderung und Ohrgeräuschen auf und zusätzlich mit Übelkeit und Erbrechen, kann es sich um die Krankheit Morbus Menière handeln. Hier können bestimmte Medikamente helfen. Für die gezielte Diagnostik und Therapie stehen erfahrene Fachleute in sogenannten Schwindel – Ambulanzen, die es mittlerweile in vielen Städten an z. B. Universitätskliniken gibt, zur Verfügung.
Medikamente können die Sehkraft beeinträchtigen
Viele Medikamente verursachen unerwünschte Nebenwirkungen am Auge, wie z.B. an Bindehaut, Kammerwasser, Hornhaut, Sehnerv, Linse und Netzhaut. Ein Blick auf die eingenommenen Medikamente lohnt sich, wenn die Augen sich plötzlich trocken anfühlen, brennen oder unscharf sehen.
Die häufigste Beeinträchtigung der Augen ist durch die Einnahme von Kortisonpräparaten, lokal oder systemisch, bedingt. Augenärzte warnen, dass der Augeninnendruck nach Kortikoidgaben stark ansteigen kann und es dadurch zu irreversiblen Schädigungen des Sehnervs und somit auch zum Verlust des Augenlichts kommen kann. Auch Linsentrübungen sind möglich. Patienten, die regelmäßig Kortkoide einnehmen, sollten die Augen zwei Wochen nach Therapiebeginn und danach alle drei Monate untersuchen lassen.
Auch die Einnahme verschiedener anderer Medikamente, z.B. Amiodaron gegen Herzrhythmusstörungen, Tamoxifen gegen Brustkrebs, Insulin, verschiedene Antibiotika oder auch Antidepressiva kann diverse Schädigungen der Augen verursachen. Trockene Augen sind ebenfalls ein häufiges Problem; z.B. bei unkontrollierten Selbstbehandlungen mit rezeptfreien Augentropfen bei Bindehautreizungen. Zudem ist möglichst auf Präparate ohne Konservierungsmittel zu achten, um zusätzliche allergische Reaktionen zu vermeiden.
Einige Symptome können sich nach Absetzen der Medikamente im Laufe verschieden langer Zeiträume wieder zurückbilden. Bei auftretenden Nebenwirkungen am Auge sollte ein Arzt konsultiert werden, der dann über ein mögliches Absetzen entscheidet.
Psychologie – Meister der Traumwelt
Träume bewußt zu erleben lässt sich trainieren und erlernen. Das eröffnet Ansätze für neue Therapien bei einigen psychischen Erkrankungen wie z.B. Depressionen, Ängste oder Schizophrenie. Nützlich für die Behandlungen sind die sogenannten luziden Träume oder Klarträume. Der Patient weiß zu jeder Zeit während des Traumes, daß dieser nur in seinen Gedanken stattfindet. Ärzte der Universität Frankfurt testeten vorallem Schüler aller Altersgruppen ( denn hier kommen diese Träume relativ häufig vor, in späterem Alter seltener ) und werteten die Traumerlebnisse aus. Sie finden demnach vorwiegend während des sogenannten REM-Schlafs statt ( steht für “Rapid Eye Movement”; charakteristisch dafür sind bestimmte Muster von Hirnströmen und schnelle, unwillkürliche Augenbewegungen ) und können im Labor gemessen werden. Auf die seltenen luziden Phasen traf man mit einem Trick: die einschlafende Testperson zuckte bewußt mit den Augen hin und her, wenn sie sich luzide fühlte. Dieses Signal unterscheidet sich deutlich von dem unbewußten Zucken während der REM-Phase und lässt sich per Elektroden messsen. Nach Ende der REM-Phase wurden die Schlafenden geweckt und sofort befragt, woran sie sich erinnerten. So dokumentierte man mehrere Klarträume. Des weiteren registrierten Elektroden die Hirnströme der Testpersonen und man fand heraus, daß Klarträume ein eigenes Muster haben. Weite Hirnareale befanden sich im Schlummermodus, ein kleiner Bereich der Hirnrinde am Stirn- und Schläfenlappen arbeitete jedoch so aktiv wie im Wachzustand. Dieser Bereich steuert bewusste Vorgänge. Diese Erkenntnisse will man jetzt therapeutisch anwenden, denn die obengenannten Erkrankungen gehen mit einer verringerten Kontrolle durch den Stirnlappen einher. Man hofft nun, durch das Trainieren von Klarträumen die Situation der Erkrankten zu verbessern. Viele unterdrücken unbewusst ihren REM-Schlaf, um Ängsten und Albträumen aus dem Weg zu gehen. Nach ersten Erfahrungen und Behandlungen im stationären Bereich zeigte sich, daß die Anzahl der Albträume sich zwar nicht reduziert, die Patienten danach aber weniger ängstlich und depressiv waren und besser durchschliefen. Luzide Träume könnten also ein gutes Training sein, um wieder Vertrauen in die Nachtzeit zu gewinnen. Den größten Erfolg erzielte man bei Patienten mit Albträumen, die aber ansonsten gesund waren. Sie hatten nachher einen guten, entspannteren Schlaf.
Was die Augen reizt….
Jucken,Rötung,Tränen und Anschwellen der Lider – die häufigste Ursache: Allergien. Es gibt viele Formen der Allergie; die bekannteste ist der Heuschnupfen, der jetzt im Frühjahr mit dem Pollenflug seine Hochsaison hat. Manche sind jedoch das ganze Jahr hindurch allergiegeplagt, z.B. durch Hausstaub, Duftkerzen, Parfums, Haarspray und viele Reizstoffe mehr, die bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen können. Um die Symptome so gering wie möglich zu halten, gibt es viele Möglichkeiten: Staub mit speziellen Filtern entfernen, Bettzeug aus antiallergenem Material benutzen, täglich abends die Pollen aus den Haaren waschen, das Lüften je nach Wohngegend morgens oder abends durchführen und sogar im Auto einen Pollenfilter einbauen. Manchmal geht es jedoch nicht ohne antiallergische Augentropfen oder Medikamente. Dies sollte in Abstimmung mit dem Arzt erst nach einer gründlichen Diagnostik und nicht in Eigenregie geschehen. Ist nämlich keine Allergie vorhanden, kann es sich auch um trockene Augen handeln. Die Symptome sind einer Allergie ähnlich, müssen jedoch anders behandelt werden. Bei trockenen Augen wird zuwenig Tränenflüssigkeit gebildet oder die Hornhaut wird nicht gut benetzt. Das tritt häufig bei Menschen, die sehr viel mit dem Computer arbeiten, auf. Hierbei verringert sich durch das konzentrierte Starren der Lidschlag und als Folge wird die Hornhaut weniger benetzt; sie trocknet aus. Als Reaktion bildet der Körper mehr Tränenflüssigkeit und das Auge tränt, obwohl es eigentlich trocken ist. Oft schwellen auch hier die Augenlider an und das gesamte Auge ist sehr empfindlich. Auch Unverträglichkeiten bei Kosmetika können eine weitere Ursache sein. Hier ist die richtige Behandlung besonders wichtig, denn durch ein falsches Medikament ( z.B. Tropfen zur Gefäßverengung, die das Auge dann noch mehr austrocknen) kann es zu ernsthaften Schäden am Auge kommen. Trockene Augen können auch als Symptome bei Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Störungen des Immunsystems oder auch als Nebenwirkungen von Medikamenten auftreten. Daher ist es tatsächlich besonders wichtig, die richtige Diagnose zu finden und somit auch die richtige Zusammensetzung der heilenden oder lindernden Augentropfen.